Der Weg des Geldes: Einzahlung, Limitprüfung und Auszahlung
Ein Monat, drei Anbieter, eine Limitdatei: So wird jede Einzahlung in der lizenzierten Online-Spielothek geprüft, warum eine davon scheitert und wann Geld zurückfließt.
Sie wählen in der Kasse Zahlungsart und Betrag, hier 200 Euro über PayPal.
Eine Einzahlung beginnt in der Kasse des Anbieters. Sie wählen eine Zahlungsart, etwa PayPal, Paysafecard oder Trustly, und tragen den Betrag ein. Im Beispiel sind es 200 Euro über PayPal bei Spielothek A. Gespielt wird immer über ein Spielkonto, denn ohne Spielkonto ist die Teilnahme nach § 6a GlüStV unzulässig. Spielverläufe bildet diese Darstellung nicht ab: Sie verfolgt nur, wohin das Geld geht und wer es prüft.
Der Zahlungsdienst gibt die Zahlung frei, per Login, TAN oder PIN.
Der Zahlungsdienst holt Ihre Freigabe ein: Bei PayPal melden Sie sich an, bei Trustly bestätigen Sie im Onlinebanking, meist mit einer TAN, bei Paysafecard geben Sie die PIN der Karte ein. Abgeschlossen ist die Einzahlung damit noch nicht. Vor Abschluss jedes Einzahlungsvorgangs muss der Anbieter Ihre Daten und den beabsichtigten Betrag an die Limitdatei übermitteln, wie der nächste Schritt zeigt.
Vor jeder Einzahlung fragt der Anbieter die Limitdatei ab: 200 von 1.000 Euro.
Vor Abschluss jeder Einzahlung übermittelt der Anbieter Ihre Identifizierungsdaten und den beabsichtigten Betrag an die Limitdatei der zuständigen Behörde, angebunden über das länderübergreifende System LUGAS. Die Datei meldet zurück, ob das Limit schon erschöpft ist oder durch den Betrag überschritten würde. Hier ergeben 0 plus 200 Euro weniger als 1.000 Euro. Die Einzahlung wird angenommen, in der Limitdatei gespeichert und Ihrem Spielkonto bei Spielothek A gutgeschrieben.
Das Limit gilt für alle Anbieter zusammen: 950 von grundsätzlich 1.000 Euro im Kalendermonat.
Die Limitdatei zählt Ihre Einzahlungen bei allen Anbietern zusammen, die dem Limit unterliegen. Auf 200 Euro bei Spielothek A folgen 500 Euro per Paysafecard bei Spielothek B und 250 Euro per Trustly bei Spielothek C, zusammen 950 Euro. Grundsätzlich liegt die Obergrenze bei 1.000 Euro im Kalendermonat, Ihr eigenes Limit kann niedriger sein. Mehr ist nur im Einzelfall möglich. Eine Erhöhung wirkt erst nach sieben Tagen, eine Senkung sofort.
100 Euro würden das Restlimit von 50 Euro überschreiten: Der Anbieter muss sie ganz ablehnen.
Nun sollen weitere 100 Euro per PayPal zu Spielothek A. In der Limitdatei stehen 950 Euro, zusammen wären es 1.050 Euro und damit mehr als 1.000 Euro. Der Anbieter muss diese Einzahlung vollständig ablehnen; eine Teilannahme sieht das Gesetz nicht vor. Eine so abgelehnte Einzahlung wird nicht gespeichert. Anders bei fehlgeschlagenen Einzahlungen, etwa nach einem Verbindungsabbruch: Sie können laut Behörde das Limit aufbrauchen.
Ein neuer Vorgang über 50 Euro passt noch; danach ist das Limit für diesen Monat erschöpft.
Nach der Ablehnung kann der Anbieter Ihnen das noch freie Restlimit mitteilen, hier 50 Euro, und Sie können einen neuen Einzahlungsvorgang starten. Für ihn läuft die Abfrage vollständig von vorn: 950 plus 50 ergibt genau 1.000 Euro, die Einzahlung wird angenommen. Danach ist das Limit für den laufenden Kalendermonat erschöpft. Eine Restanzeige des Anbieters ist laut Behörde nicht verlässlich, maßgeblich ist allein die Limitdatei.
Auszahlung erst nach bestätigten Angaben: 300 Euro gehen an Sie, die Limitdatei führt nur Einzahlungen.
Sie beantragen bei Spielothek B eine Auszahlung von 300 Euro. Zulässig ist sie erst, wenn die Richtigkeit Ihrer Angaben aus der Registrierung bestätigt ist (§ 6a Abs. 4 GlüStV). Im Beispiel ist das geschehen, das Geld geht an Sie. Ohne Bestätigung bliebe die Auszahlung gesperrt. Auf welches Konto ausgezahlt wird, regeln die Bedingungen des Anbieters. Die Limitdatei führt nur Einzahlungen, ihr Stand bleibt bei 1.000 Euro.
Am Monatsersten beginnt die Zählung von vorn; die Limitdatei steht wieder bei 0 Euro.
Am ersten Tag des neuen Kalendermonats steht der volle Betrag wieder zur Verfügung: Die Limitdatei beginnt bei 0 Euro, das Restlimit liegt wieder bei 1.000 Euro. Die Einzahlungsdaten des Vormonats werden gelöscht. Ein rollierender Zeitraum von 30 Tagen gilt nicht. Ihr Guthaben bei den Anbietern bleibt davon unberührt; im Beispiel sind es 700 Euro, weil keine Spielergebnisse nachgebildet sind.
So entstehen die Zahlen
Jeder Wert in der Darstellung wird beim Aufruf aus den Regeln des § 6a und § 6c GlüStV und sieben Beispielvorgängen berechnet: Einzahlungen bei drei Anbietern, eine Einzahlung über dem Restlimit, ein neuer Vorgang über den Rest, eine Auszahlung und der Monatswechsel. Spielothek A, B und C stehen für beliebige Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Die Tage im Monat sind zufällig verteilt, aber bei jedem Aufruf gleich. Spielverläufe, Gebühren und Bearbeitungszeiten der Zahlungsdienste sind nicht nachgebildet.